Standartlos. Das Ego- Ich.


„Findest du das, was du machst nicht primitiv?“
„Also, ich könnte das nicht!“
„Der Unterschied zwischen uns ist: Ich genieße meine Freiheit.“
„Dein Beruf ist langweilig.“
„Mit deinem Leben kann ich nichts anfangen.“
„Ständig muss ich zurückstecken! Nie machst du, was ich will!“

Lieber Leser, liebe Leserin. Kennen Sie solche Sätze?
Häufig bekommen wie diese bescheidene Auswahl an Aussagen ungefragt mitgeteilt, von Menschen, die sich selbst am nächsten sind- den Egomanen. Ein Egomane ist krankhaft selbstbezogen. Häufig auftretende Eigenschaften sind stark ausgeprägter Narzissmus, Respekt- und Verständnislosigkeit. Menschen auf dem Egotrip wollen andere durch ihr grenzüberschreitendes Verhalten klein halten. 
Sinn und Zweck dieser Methode ist, aus Ihnen einen ‚Ja- Sager‘ zu machen. Widerworte werden nicht geduldet. 
Ein Egomane wird nicht müde sich als ‚nett‘ zu tarnen. Manche geben sich gleich zu erkennen. Die andere Sorte raspelt so viel ‚Süßholz‘, dass Sie sich noch Monate davon ernähren könnten!
Häufig beobachtet man, dass ein Egoist sich für das Maß des guten Seins hält. Jeder, der nach dem Ermessungsspielraum eines Egoisten nicht in das Ego- Maß reicht, ist Standartlos und wird sozial aussortiert.
Wissen Sie, was das Schöne daran ist?
Auf Unterstützung in schlechten Phasen können Sie vergebens bei einem solchen Menschen warten. Das ist dieser Person nämlich zu anstrengend und perspektivlos. Suchen Sie das Weite und streichen Sie einen egozentrischen Menschen von Ihrer Kontaktliste!

Geben wir der Utopie mal Nahrung.
Stellen Sie sich vor, alle Menschen hätten sich von einem Egoisten abgewandt. Dieser begegnet einer Egoistin. Beide gehen eine Partnerschaft ein. Das Ausmaß an Intrigen, Streit und Betrug sind unvorstellbar!

Wenn jeder wirklich nur an sich denkt, ist zwar an jeden gedacht, aber das Herz verbittert und bleibt kalt! Ein bisschen gesunder Egoismus ist völlig legitim, aber der Grat ist schmal zum ‚Überschnappen‘.
Und auch, wenn die äußere Schönheit die Eintrittskarte in eine Beziehung sein kann, entscheidet am Ende die innere Schönheit, der Charakter, ob wir bei dieser Person bleiben wollen oder nicht.

Vielleicht wäre es an der Zeit, unsere innere Schönheit mehr zu pflegen?


Herzlichst, Ihre Pia Kalm 

Zum Geburtstag viel Glück!


Liebe Leser, 
haben Sie heute zufällig Geburtstag? Das ist schön. 
Nein? Auch nicht schlimm, der nächste kommt bestimmt!
Geburtstag zu feiern ist ein uralter Brauch. Erst feierten die Reichen und die Adligen und erst viel später die Armen und normalen Familien. Was auch daran liegen kann, dass diese meist ihren genauen Tag der Geburt nicht wussten. 
Es gibt Menschen, die feiern aus Prinzip keinen Geburtstag und andere zelebrieren ihn, als ein rauschendes Fest. Ich persönlich lege mich auf kein Extrem fest. Warum auch? 
Den Geburtstag zu missachten wäre, als würde man keine Spuren im Sand hinterlassen. Ihn als 'Königin des Tages' vorbeiziehen zu lassen, wäre mir zuviel des Guten. Gibt ja auch noch andere Dinge zu erledigen. 

Trotzdem geht mir eines nicht in den Kopf:
Zu feiern, dass ein Mensch älter wird, ist hirnrissig! 
"Wieder eine Falte mehr und da, dieses Grübchen, wie süß!"
Naja.. 
Ein Jahr näher an Alterskrankheiten und Tod. Ach, wer wird denn gleich so schwarz sehen? 
Besser wäre zu feiern, dass man wieder ein Jahr geschafft hat und gereift ist.
Ich überlege alle fünf Jahre, was ich erreicht habe und was nicht. Dieses Jahr war es wieder soweit. 
Die Dinge kommen eben, wie sie fallen. 
Bin zu der Überzeugung gelangt, dass es keinen Sinn macht, nach einer vermeintlich inneren Uhr zu leben. Eine Handlung sollte immer aus Intuition und Verstand vollzogen werden und nicht in Abhängigkeit an ein bestimmtes Alter (vorausgesetzt Sie sind volljähig).
Keine Ahnung, wie das die Buddhisten machen? 
Ich hab mir gedanklich meinen Wecker herausgerissen. 
Ging mir sowieso auf den Wecker, der Wecker! (Da war es wieder, das Wortspiel.)
Stattdessen genieße ich jetzt die 'Schlummerfunktion', die mir entspannt mehr Zeit verschafft.
Konfuzius hat mal gesagt (im übertragenen Sinne), dass es besser ist langsam weiter zu 'laufen', als stehen zu bleiben. 
Also, lassen Sie es sich gut 'gehen'

Herzlichst, Ihre Pia Kalm, ohne Wecker

Barfuß



Der Orthopäde empfiehlt: „Barfußlaufen ist gesund!“

Ich wäre nicht Pia Kalm, wenn nicht jetzt ein Widerwort kommen würde: „Nicht ganz.“
Barfußlaufen kann böse ausgehen, wenn der Besitzer der Füße mal wieder einen kleinen Tollpatschigkeitsanfall hat.

Erster Akt: großer Zeh, links.

Ich empfehle, den Fuß, der zur Öffnung der Tür steht, vorher umsichtig in Sicherheit zu bringen, BEVOR Sie die Tür öffnen. Sonst kann es ganz schnell passieren, dass Sie zwischen Tür und Boden eingeklemmt sind.

Zweiter Akt: großer Zeh, rechts.

Ist Ihnen schon einmal eine volle, schwere Wasserflasche mit der Kappe voran auf den Zeh geknallt? Dank, der schnellen Kühlung durch eine gefrorene Bratwurstpackung aus der Tiefkühltruhe, nahm die Schwellung wieder ab. War zum Glück nicht gebrochen- nur schwer gestaucht. Die Farbe des Zeh‘ s, hätte mir vielleicht eine Statistenrolle in Schlumpfhausen eingebracht? 

Glaubt man der Statistik, so passieren die meisten Unfälle in den eigenen vier Wänden. 

Was sagt uns das?

Passen Sie auf Ihre Gliedmaßen auf, denn wir haben nur das, was uns zur doppelten und auch manchmal nur einzeln, zur Verfügung steht!

Bleiben Sie unversehrt!

Herzlichst, Ihre humpelnde Pia Kalm

Im kalten Regen tanzt es sich schlecht


Wer von Ihnen hat nochmal die Gelegenheit für einen Waldspaziergang genutzt?

Momentan wechselt sich kaltes, regnerisches Ekelwetter mit Sonnenschein ab. Im Herbst schätzen wir, wieder mehr unsere warme Wohnung. Wir igeln uns mit Kuscheldecken, schönen Filmen, reichlich Essen und einem großen Teevorrat ein. 

Von der Außenwelt bekommen wir nichts mit, außer wir verlassen unseren Unterschlupf für besondere Umstände. Wir machen Spieleabende, Kochen gemeinsam und lesen wieder mehr.
Die Menschen suchen in dieser Jahreszeit nicht nur nach Wärme von außen, sondern auch nach Wärme für Innen.  Ich weiß nicht, ob es Ihnen schon einmal aufgefallen ist? Oft beobachte ich das Schema „Jahreszeitenabschnittsbeziehungen“. Zugegeben, dieser Begriff wäre auch für das Spiel ‚Galgenraten‘ gut zu gebrauchen.

Schema 1: 
Man lernt sich im Frühjahr kennen und trennt sich nach dem Sommer. 

Schema 2 :
Angst vor dem Alleinsein, in dieser bösen und kalten Jahreszeit bringt die Menschen dazu, wieder auf die Suche zu gehen. Die meisten Menschen überdauern den Winter, bis im Frühjahr wieder Schluss ist. 

Der überwiegende Teil der Beziehungen, mit wechselhaften Partner-/innen, hält oftmals nicht länger, als in einem Zeitraum zwischen 3 und 6 Monaten.

Verrückt, oder? Gerne können Sie mir Ihre Erfahrungen, Beobachtungen oder vielleicht auch eine wissenschaftliche Erklärung für dieses Massenphänomen zusenden!
Im Idealfall, gehen beide Teilnehmer einer Zusammenkunft sich nicht so dermaßen auf die Nerven, dass sie es lange miteinander aushalten und so in den Genuss kommen, mindestens vier Jahreszeiten beisammen zu sein.

Ich bin für Schema 3:

„Beim Kennenlernen, schenkte er ihr einen Tulpenstrauß.
Im Sommer, nahmen beide von der Heimat im Urlaub reiß  aus.
Im Herbst, schmusten sie auf dem Sofa mit Tee.
Im Winter, Hand in Hand über den Weihnachtsmarkt bei Schnee.“

Ein Spontanreim. Bis also ein passendes Herzblatt an Ihrer Nase vorbeiweht, empfehle ich die Methode: Gelassenheit & Gemütlichkeit, gepaart mit einer heißen Tasse Schokolade.

Herzlichst, Ihre Pia Kalm

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