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Zwickauer Adler

Christian Adler ist ein Lokalpatriot und der Mann hinter www.zwickautopia.de  
Warum er soviel Potenzial in Zwickau sieht und was hinter seiner "Liebeserklärung" steckt, erklärt er in diesem wunderbaren Interview.

Wie alt sind Sie? 
36. 
Wann ist in Ihnen der Wunsch entstanden, Zwickautopia zu gründen?
Ich habe damit 2007 begonnen, als das Web 2.0 in aller Munde war. Ich hatte einige Geschichten im Kopf und mit dem Blog eine neue Plattform gefunden, diese Themen zu publizieren. Der Umfang des Blogs ist schnell gewachsen. Im Frühjahr 2010 rief mich während eines Rundgangs durch das Atomium in Brüssel ein Verleger aus Stuttgart an, der sich für die Texte interessierte. Ein Jahr später erschien zur Leipziger Buchmesse das Buch zum Blog: "Zwickauer Seiten - Eine Liebeserklärung an Sachsens schöne Schwanenstadt".

Woher bekommen Sie die Informationen für Ihre Beiträge?
Ich gehe mit offenen Augen und Ohren durch Zwickau und den Alltag. Natürlich lese ich auch viel quer und habe schon desöfteren im Stadtarchiv recherchiert. Auf meinen Reisen im In- und Ausland begebe ich mich gezielt oder spontan auf Zwickauer Spuren. Zuletzt habe ich in Berlin die U-Bahn-Station "Zwickauer Damm" fotografiert und an der Côte d'Azur einige Orte aufgesucht, an denen Gert Fröbe seine französischen Filme gedreht hat.


Wieviel Zeit nehmen Sie sich fürs Bloggen im Durchschnitt?
Das ist ganz unterschiedlich, da ich beruflich stark eingespannt bin und es sich um einen privaten Blog handelt. ZWICKAUTOPIA ist kein aktuelles Nachrichtenportal, sondern ein Magazin für Freunde und Entdecker der Stadt. Ich bereite nur Themen auf, die ich persönlich als berichtenswert erachte. Normalerweise komme ich auf etwa fünf Stunden pro Woche. Bei komplexeren Themen wird es auch mehr. Eine Radtour von der Muldequelle in Schöneck bis zur Elbemündung in Dessau hat vier Tage beansprucht. Die Zeit für Zwickau nehme ich mir gern, weil ich beim Bloggen am besten abschalten kann.

Bekommen Sie von den Lesern Feedback?
Gelegentlich melden sich ehemalige Zwickauer, die in den alten Bundesländern leben, und sich noch für das Geschehen in ihrer Heimatstadt interessieren. Kontrovers diskutiert wurde das Thema Landesausstellung 2018. Der am meisten aufgerufene Beitrag im Blog ist übrigens ein Foto-Zeitraffer mit Aufnahmen vom Umbau des Zwickauer Kornhauses.


Sie sind Diplom-Journalist. Was waren Ihre Beweggründe für dieses Studium?
Meine Eltern sind Deutschlehrer. Das Schreiben liegt mir also in den Genen. Bis zum Abitur habe ich für die Schüler- und Lokalzeitung geschrieben. Deshalb war mir schnell klar, dass ich Journalistik in Leipzig studieren möchte. Nach bestandenem Aufnahmetest ging es im Herbst 1997 mit dem Studium los. Journalistische Qualität ist beim Bloggen mein Anspruch. Mir geht es nicht um schnelle Information und hohe Klickzahlen, sondern um Zusammenhänge, lokale Besonderheiten und die Geschichte hinter der Nachricht. ZWICKAUTOPIA bietet abwechslungsreiche Lektüre, versteht sich als Lockruf für Auswärtige und will bei den Einheimischen etwas mehr Lokalstolz wecken, ohne dabei die Stadt zu verklären.

Wenn Sie nicht Bloggen, was machen Sie sonst beruflich?
Ich arbeite als stellvertretender Pressesprecher am Flughafen Dresden International. Gelegentlich setzt die Lufthansa ihren Airbus A320 "Zwickau" zwischen Frankfurt und Dresden ein. Leider hat es noch nie geklappt, einmal mitzufliegen.

In Zwickautopia werben Sie für Zwickau aber leben, laut Impressum, in Dresden. Wie kommt dies überein?
Zwickau ist meine Geburtsstadt. Obwohl ich nur mein erstes Lebensjahr hier verbracht habe und in der Sächsischen Schweiz aufgewachsen bin, fühle ich mich Zwickau verbunden. Als Kind war ich häufig zu Besuch bei meinen Großeltern. Die Hochhäuser in Neuplanitz, die Ikarus-Gelenkbusse und die vielen Geschäfte in der Innenstadt fand ich beeindruckend. Zwickau - das war Großstadtabenteuer. Natürlich haben sich diese Eindrücke über die Jahre relativiert, aber die Begeisterung für Zwickau habe ich mir erhalten. Etwa alle vier Wochen besuche ich meine Großeltern in Niederplanitz und begebe mich in der Stadt auf Recherche- und Fototour.


Bitte beenden Sie den Satz: "Mein liebster Ort in Zwickau ist....., weil....."
Mein liebster Ort in Zwickau ist die Innere Plauensche Straße, weil sie eine der schönsten Flaniermeilen Sachsens ist.


Gibt es einen Insidertipp, den ein Besucher unbedingt in Zwickau gesehen haben muss, aber nirgends in einem Reiseführer findet?
Von der Muldenwarte und vom Turm des Mariendoms hat man tolle Ausblicke auf die Stadt. Die Augen schließen sollte man auf dem Bahnhofsvorplatz und an der Zentralhaltestelle. Das sind zwei der hässlichsten Orte von Zwickau!

Von einem Label- Schwein, von Toast und der Kunst- Toastkunst



Im Interview diesmal, ein junger Künstler hinter dem Blog http://toastkunst.blogspot.de/: Sie sind im wahrsten Sinne des Wortes, das Schwein aus der Bloggerwelt, denn ein Schwein ziert Ihr Logo. Wie ist es dazu gekommen? 

Ursprünglich diente das Schwein zur eigenen Belustigung (ein traditioneller Insider). Letztendlich erkannte ich aber die Möglichkeit, welche das Schwein und das zu Unrecht verbundene Image, ermöglichen würden. So halten viele das Schwein für dumm und werten es einzig und allein als Fleisch auf dem Teller ab. Das Schwein repräsentiert aber unser Inneres (keine Innereien oder andere merkwürdigen Dinge), sondern den Charakter der Gesellschaft. Man kann aber ebenso ein vorbildliches Schwein sein und dies versuche ich mit dieser Figur zu erreichen.

Seit wann sind Sie in der Bloggerwelt unterwegs- gibt es Ihren Blog? 


Vor einigen Jahren fing ich mit einem völlig anderen kleinen, eher privaten Projekt Blog an. Im Jahr 2012 entschied ich mich, mein zu der Zeit stark vernachlässigtes Hobby auszubauen und eine Plattform zum Anschauen zu bieten. Diesen Blog gibt es nun seit genau 2 Jahren. Im März 2012 kam der erste Eintrag, welcher aber später entfernt wurde.


Sie haben sich der Kunst verschreiben. Erzählen Sie den Lesern doch bitte, wie alt Sie sind und wie es zu diesem Kunstfaible gekommen ist?

Noch bin ich 22 Jahre, zeichne aber seit meinem dritten Lebensjahr, zumindest erinnere ich mich an eine aktive Zeichnung (einen rosa Dinosaurier auf DinA3). Der Ansporn lag überraschenderweise schon immer im Skurrilen. Da ich stets eine Reaktion erzwingen wollte, meist ein Lachen oder angewidertes Gesicht, welches mich amüsierte (das Schwein spricht mal wieder aus mir). Nach einigen Jahren kamen private Turbulenzen dazwischen, weshalb ich beinahe drei Jahre keinerlei Stifte oder Farben anrührte und den Funken dafür verlor. Mit dem Blog und dem gewonnenen Selbstvertrauen, habe ich mich der abstrakten Kunst gewidmet und quasi einen Befreiungsschlag auf die Leinwand begonnen. Seit einigen Monaten widme ich mich aber verstärkt einem neuen Stil- einer Mischung aus Comic und Cel-Shader.


Bitte definieren Sie den Begriff Kunst, Ihrer Meinung nach..


Kunst zu erklären oder gar definieren zu wollen, finde ich meist überbewertet. Ich versuche es aber dennoch und erwähne meinen Satz: Kunst ist, Dinge durch andere Augen zu sehen! Wir haben die Möglichkeit einen Teil der Seele und der Gedanken der schaffenden Künstler in Form von Zeichnungen, Motiven und anderen Werken zu betrachten. Entweder sie gefällt oder eben nicht. Dennoch ist Kunst ein dehnbarer Begriff, da diese vom Handwerklichen oder der Aussage im Werk abhängig gemacht werden kann. Ich persönlich sehe Kunst als ein Medium an, welches Aufmerksamkeit erregen kann. Entweder im mahnenden oder schlichten, unterhaltenden Sinn.

Bitte beenden Sie den Satz: "Wenn ich ein Bild erstelle, dann ....."

..wird es mit Sicherheit jemand anschauen!

Wo sehen Sie sich selbst mit Ihrer Kreativität in den nächsten Jahren? Irgendwelche Pläne/ Projekte? 


Solange mein Gehirn ordnungsgemäß funktioniert und mir die Muse nicht erneut den Rücken kehren wird, hoffe ich auf neue und ausbaufähige Stile. Zudem ebenso Möglichkeiten, mit meiner Kunst unzählige Menschen erreichen zu können. Als zukünftiges Projekt - die eigene Galerie (inkognito den Besuchern über die Schulter schauen)!

Möchten Sie der Welt, den Kunstinteressenten da draußen, noch eine Botschaft mitgeben? 


Ernährt euch gut, sodass ihr lange und gesund lebt, und die Welt zu einem besseren und wundervollen Ort gestalten könnt! P.S. Zähneputzen nicht vergessen!

Vielen Dank, für das Interview. Ich wünsche Ihnen stets Kreativität und viele verkaufte Werke.


Ich bedanke mich ebenso für das Interview und fordere weiterhin unterhaltsame Kolumnen von Frau Kalm! Also feuert die gute Dame etwas an!

Der Herr der Wörter

Heute geht es in die vierte Runde meiner Blogvorstellung. Wie aus Rechtschreibung und Grammatik eine unterhaltsame Horizonterweiterung werden kann, sehen Sie im folgenden Interview.


Herr Pabst, Sie sind der Mann hinter der Seite www.sprachlupe.wordpress.com. Seit wann gibt es Ihren Blog, und was ist die Idee dahinter?


Mein Blog ist im März 2012 entstanden. Zwei Leitideen stehen für mich im Vordergrund: Zum einen möchte ich interessierten Menschen sprachwissenschaftliche Themen auf einfache Art und Weise näher bringen und Antworten auf ihre Fragen anbieten. Damit das Lesen auch Spaß macht, schreibe ich meine Texte unkompliziert und humorvoll. Mein Ziel dabei ist, einen entspannteren Umgang mit sprachlichen Veränderungen zu vermitteln, die eine lebende Sprache nun einmal mit sich bringt. Zum anderen bringt der Blog auch mir den positiven Nebeneffekt, dass ich durch die Recherche selbst ständig Neues dazu lerne und meiner Freude am Schreiben nachkommen kann.



Sie sind gebürtiger Münsteraner aber leben in Hamburg. Was hat Sie dahin verschlagen?

Die Arbeit in meinem ersten Beruf als Ergotherapeut war ausschlaggebend. Noch bevor ich die Ausbildung in Münster abgeschlossen hatte, machte ich mich auf die Suche nach einem Job. Gern wäre ich damals in meiner Heimatstadt geblieben, doch nachdem ich alle Praxen in Münster mit dem Rad erfolglos abgeklappert hatte, blieb mir nichts anderes übrig, als den Suchradius zu erweitern. Mein erstes Bewerbungsgespräch fand in Hamburg statt und einen Tag später hatte ich die Zusage. Da habe ich dann nicht lange gefackelt. Nach langer Eingewöhnungsphase bin ich heute sehr glücklich in Hamburg.

Vom Bloggen können nur wenige leben. Was sind Sie hauptberuflich?

Wie gesagt, eigentlich Ergotherapeut. Seit 2009 bin ich jedoch nicht mehr als solcher tätig und studiere seitdem (wovon man natürlich auch nicht leben kann). Mein Masterstudium "Mehrsprachigkeit und Bildung" habe ich im Wintersemester 2013/14 begonnen, ein Studium, dass sich u. a. mit Ansätzen beschäftigt, wie Menschen mit Migrationshintergrund unser Bildungssystem erfolgreicher meistern können. Über Wasser halte ich mich mit einem Nebenjob in einem Unternehmen. Auch dort verfasse ich hauptsächlich Blogartikel – ein gutes Schreibtraining für mich.


Von wem sind die mitunter selbstgemalten Bilder in Ihren Artikeln?

Diese künstlerisch überaus anspruchsvollen Werke – Achtung, Ironie – zeichne ich selbst. Blogartikel sehen, wie ich finde, mit Bildern einfach hübscher aus. Da man im Netz immer tierisch aufpassen muss, welche Bilder man verwenden darf und welche nicht, bin ich auf die Idee gekommen, einfach selbst zu zeichnen. Wenn also jemand diese Bilder woanders im Internet findet, wurden sie definitiv bei mir geklaut.

Bitte vervollständigen Sie den Satz: „Bücher sind für mich…“

…immer noch das beste Lese-Medium, das durch keinen Rechner und kein Tablet ersetzt werden kann. Schon mal versucht, ein Eselsohr ins Kindle zu knicken? Nein, ernsthaft – Bücher sind einfach schöner und haben Charakter.


Die Leselandschaft ist übersät von aufstrebenden Autorenwerken. Wie ist Ihre Meinung zum Verlagswesen im allgemeinen im Kontext zum Selbstpublishing?

Ich habe ehrlich gesagt zu wenig Hintergrundwissen, als mir darüber eine Meinung bilden zu können. Ich vermute, es gibt gute und weniger gute Verlage. Schwierig ist es nur, überhaupt an einen heran zu kommen. Wenn man keine Beziehungen zu Verlagsmenschen hat, aber seine geniale Idee trotzdem nicht vor der Öffentlichkeit verstecken möchte, warum dann nicht selbst publizieren? Ist man damit erfolgreich, scheint man damit ja auch Geld verdienen zu können. Hab ich zumindest mal gehört…

Wo sehen Sie sich selbst in 10 Jahren? Haben Sie konkrete Zukunftspläne?

Ich habe immer mal wieder Pläne und auch immer mal wieder neue. Der Weg ist das Ziel. Ob dieser mich in den sozialen oder pädagogischen Bereich zurückführt oder ich doch noch Bestseller-Autor werde, steht in den Sternen. Mehr Geld als jetzt wäre schon toll.


Was ist Ihrer Meinung nach der jeweils schönste Ort, den ein Besucher jeweils in Münster und in Hamburg gesehen haben sollte?

Beide Städte sind in jedem Fall eine Reise wert. In Münster liebe ich den Prinzipalmarkt. Um dort meinen Lieblingsblick zu erhaschen, stelle ich mich gern an die Stelle, wo Ludgeristraße und Rothenburg aufeinander treffen und schaue auf die Lambertikirche. Das ist am schönsten, wenn es draußen dunkel ist, und am allerschönsten in der Adventszeit. Dann sind in den Häusern überall kleine Lichterchen und der Ort strahlt eine unheimliche Wärme aus.
Touristische Plätze in Hamburg meide ich gern und kann ich auch nicht empfehlen. Zumindest nicht, wenn es gemütlich werden soll. Meine Lieblingsstraße ist die Ottenser Hauptstraße in Altona, eine Einkaufsstraße, von der viele schöne kleine Gassen abgehen. Es gibt dort hübsche Cafés, entspannte Kneipen und schöne Häuser.



Möchten Sie den Lesern vor dem Bildschirm ein besonderes Lebensmotto oder Botschaft mitgeben?

Puh, da gäbe es 1000 Sachen, die man jetzt sagen könnte. Ich persönlich glaube nach wie vor an Saint-Éxuperys Worte aus "Der kleine Prinz": "Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." Sprich: Öfter mal aufs Gefühl hören, als lange nachzudenken. Versuche ich auch immer wieder – mal besser, mal schlechter.


Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg für zukünftige Projekte.

Ich danke für Ihr Interesse an meinem Blog und der Person dahinter. Ihre Blog-Idee finde ich sehr gelungen und wünsche ich Ihnen viele Leserinnen und Leser.


Gruß vom Norden

Heute möchte ich Ihnen Neele Schwalbe vorstellen. Sie ist die Frau hinter der Seite http://royalcoeur.blogspot.de.

Liebe Neele, Ihr Blog ist sehr liebevoll gestaltet. Wie viel Zeit investieren Sie in das Hobby Bloggen durchschnittlich?
Richtig, Bloggen ist mein Hobby Eines von vielen. Deshalb hält sich der Zeitaufwand derzeit sehr in Grenzen. Natürlich nehme ich mir jeden Tag Zeit, Kommentare zu beantworten und Beiträge vorzubereiten. Allerdings treibe ich mich momentan weniger auf anderen Blogs herum, da mir dazu die Zeit fehlt. Außerdem bin ich derzeit sehr zufrieden mit dem Traffic auf meinem kleinen Schätzchen. Anfangs habe ich täglich mehrere Stunden investiert, heute schätze ich den Aufwand auf circa 10 Stunden in der Woche – mit Tagen, an denen ich mir Pausen gönne.

Woher kommen Sie gebürtig? Was verbindet Sie mit deiner Heimat?
Geboren bin ich in der Hansestadt Lübeck – also auch am Meer, sehr weit weg komme ich davon wohl nicht. Mit Lübeck verbinde ich einiges: schöne Shoppingtouren, entspannte Mädelsabende, erste Discobesuche – das waren Zeiten. Auch heute wohnen noch einige Freundinnen und Freunde von mir in der Nähe meiner Geburtsstadt. Ab und an bin ich dort also auch noch anzutreffen.

Ihr Blog handelt überwiegend über Mode, Beauty und Lifestyle. Was ist Ihre Kernaussage, eine Botschaft, an die Menschen da draußen?
„Du kriegst, was du verdienst, wenn du tust, was du liebst!“ – danach lebe auch ich ein wenig. Niemand kann besser sein als man selbst. Man muss nur die richtigen Seiten an sich finden und nach außen tragen. Wichtig ist doch, das Leben zu genießen und sich keine Steine in den Weg legen zu lassen. Falls das doch einmal passiert, muss man nur wissen, was man daraus bauen kann.

Sie sind ehrenamtlich aktiv. Ist das Bloggen ein Ausgleich, oder welcher Bedeutung messen Sie dem Ganzen bei?
Wahrscheinlich ist eher meine Arbeit im ehrenamtlichen Bereich der Ausgleich. Nicht der Ausgleich zum Bloggen, sondern der Ausgleich zum Alltag. Mein kleiner Blog hat jedoch auch einiges an Bedeutung für mich gewonnen, und doch weiß ich, wann ich eine Pause brauche – ich schätze diese Fähigkeit als wichtig ein, um nicht völlig unter zu gehen in der Blogger-Welt.

Sie arbeiten gern mit Kindern und Jugendlichen zusammen, und betreuen im Kontrast Ihren Blog. Verraten Sie uns, was Ihre Vorstellung der Zukunft für die jüngere Generation ist?
Es wäre vermessen zu sagen, dass ich es gutheißen würde, wenn sich Kinder und Jugendliche im Internet so darstellen, wie ich es teilweise tue. Meinen eigenen Kindenr würde ich das wahrscheinlich nicht in diesem Rahmen gestatten. In meiner Arbeit mit den Kindern erlebe ich jedoch immer wieder, dass sie es richtig genießen mal eine Woche ohne Handys und Laptops leben können. Das überrascht mich allerdings nicht, da die Reize und Möglichkeiten für Kinder heutzutage so groß sind, dass es häufig zu Überforderungen kommt. Ich denke, dass die nächste Generation fast nur profitieren kann. Die Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt, die Schulbildung und die Chancengleichheit bieten die Grundlage für ein schönes Leben. Es kommt ja immer darauf an, was man daraus macht. Stichwort: Selbstverwirklichung !

Bitte vervollständigen Sie den Satz: „Das Leben……….“
„… bietet uns die Möglichkeit uns frei zu entfalten – und danach sollten wir alle streben.“

 Haben Sie ein Lebensmotto, nach dem Sie sich selbst ausrichten?
„Du kriegst, was du gibst, wenn du tust, was du liebst.“

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg auf Ihren weiteren Lebensweg.

Eat More Bacon

  • Mein neustes Label "Interviews" widme ich Internetseiten, die ich selbst gern lese. http://www.eatmorebacon.de ist ein wunderbarer Blog, mit vielen Köstlichkeiten, die zum Nachkochen einladen. Enjoy it!

  • Ihre Fotos sehen sehr professionell aus. Unter welchen Umständen entstehen diese? Erst einmal danke für das Kompliment. Aber im Grunde passiert nichts Besonderes. Manchmal mache ich Fotos mit dem IPhone, weil es praktischer ist (unterwegs oder wenn ich zu faul bin die Kamera zu holen). Ansonsten benutze ich die EOS 450D mit dem Standardobjektiv. Vom Licht her: Meine Abzugshaube hat eine ganz gute Lampe.
    Kommt die Veröffentlichung eines "EAT MORE BACON"- Kochbuchs irgendwann einmal für Sie in Betracht? Das wäre natürlich schön, wenn es mal die Möglichkeit gäbe. Falls jemand mir die Möglichkeit geben würde, dann würde ich die natürlich sofort ergreifen!
    Kommen Sie aus einer Großfamilie? Direkt nicht. Ich habe nur eine Schwester. Dafür habe ich aber ganz viele Tanken & Onkel und an die 20 Cousins und Cousinen. Immer wenn wir mal zusammenkommen ist es super chaotisch, aber dafür umso lustiger! Und es gibt immer ein Festmahl!
    Was unternehmen Sie gern privat, wenn Sie nicht gerade in der Küche stehen? Ich gehe am Liebsten abends in unsere Stammbar. Dort gibt es die besten Salate ever und leckere Cocktails. Ansonsten bin ich momentan dabei fleißig Kurztrips und Urlaube zu planen. Ein Freund hat sich ein Motto gemacht: Mindestens alle 8 Wochen wegfahren. Und daran will ich mir ein Beispiel nehmen! Auch wenn man z.B. nur kurze Städtetrips macht! 
    Woher kommen Ihre Rezeptideen? Das ist immer unterschiedlich. In Kochbüchern schaue ich z.B. eher selten nach. Ich bin mehr der Online-Typ. Foodblogs sind mir immer willkommen! Und sonst geht alles nach Gefühl – wenn ich einkaufen gehe, packe ich immer mal was ein, was ich noch nicht kenne und dann wird damit ausprobiert. Manchmal kommt auch etwas zu Stande, was überhaupt nicht schmeckt.
    Wo sehen Sie sich selbst in 10 Jahren, irgendwelche Zukunftspläne? Ich lebe im Moment. Ich weiß noch nicht genau, was aus mir so wird. Mehr als 2 Jahre im Voraus habe ich noch nicht gedacht.

    Vielen Herzlichen Dank, für dieses kulinarische Interview!

Single in der Großstadt

Mein neustes Label "Interviews" widme ich Internetseiten, die ich selbst gern lese. Den Anfang macht Julia Beyer. Viel Spaß!
Ihre Seite www. Singleindergrossstadt.de ist Ihr persönliches „Internetbaby“. Warum liegt Ihnen diese Homepage so sehr am Herzen?
Weil es mein Baby ist und ich mein ganzes Herzblut investiere. Ich liebe es zu schreiben und besonders über das Thema Liebe, Freunde und Leben, den ganz normalen Wahnsinn im Singlealltag. Und manche Geschichten sind wirklich verrückt aber wahr. In den letzten Jahren habe ich viel dazugelernt und vor allem dabei zu mir gefunden. Situationen, Verhalten und die darauf erfolgten Resultate sind sehr oft identisch mit dem erlebten anderer Personen. Ich teste immer wieder etwas Neues aus und reflektiere mein Verhalten, falls ich damit an die Wand gefahren bin. Dadurch ergeben sich immer wieder neue Wege. Auch wenn sie einem zuerst fremd und unbehaglich erscheinen, lohnt es sich mal die Spur zu ändern. Man sagt ja am Ende ist alles gut und wenn es nicht gut ist, dann ist es auch noch nicht das Ende, diese Erfahrungen teile ich gerne.
Was ist Ihre persönliche Botschaft, an die Leser da draußen?
„Warum passiert das immer mir!“ fragt sich jeder und wenn es um die Liebe geht, sind wir alle wieder 15 Jahre, nur wissen wir jetzt mehr und je mehr man weiß, desto komplizierter wird es. Jede Wunde hat ihre Spuren hinterlassen und die Angst, es könnte wieder so sein, heftet sich an uns wie ein schwarzer Schatten. Selbst ich habe es noch nicht ganz geschafft mich davon zu lösen. Aber ich mache stets das Beste daraus und gestalte mir mein Singleleben bunter. Denn wenn man alleine glücklich ist, strahlt man das auch aus und eine positive Ausstrahlung wirkt besonders anziehend auf andere.
Glauben Sie noch an die wahre Liebe oder stehen Sie dieser ganzen Materie eher nüchtern entgegen?
Oh, ja, ich glaube an die Liebe und diesen Glauben sollte man auch nie verlieren. Ich bin Single weil ich nicht irgendwen, sondern jemand ganz Besonderen möchte und da muss es von beiden Seiten funken, tja, Timing ist ein Miststück!
Glauben Sie daran, dass das Sternzeichen eines Partners Auswirkungen auf die Partnerschaft und damit auf einen selbst haben kann?
Ich lese selten Horoskope und habe den Schützen gegoogelt: „Ich bin ein Feuerzeichen und ein Energiebündel, habe Temperament und folge meinen Impulsen, eher unbeständig und im Herzen ein echter Abenteurer. Mein Mantra als Schütze verleitet mich immer wieder zu Veränderungen in meinem Leben, das ich nach dem Motto „Lebe lieber ungewöhnlich“ führe. Müsste ich als Sternzeichen Schütze jeden Tag den gleichen Alltagstrott bewältigen und keine Aussicht auf Abwechslung haben, würde ich schier wahnsinnig werden, denn als im Sternzeichen Schütze Geborene liebe ich meine Freiheit.“ Ja das stimmt, so einige Punkte habe ich verbessert und handle mittlerweile nicht mehr aus einem Impuls heraus, sondern überlege vorher, da ich in meiner Vergangenheit öfters angeeckt bin, auch in der Partnerschaft. Jeder hat es selber in der Hand, wie er ist und was er daraus macht, hin und wieder bedarf es auch einer Korrektur im Sein.
Wie viel‚ 'Anna- Lena‘ steckt in Ihnen?
Wir teilen die gleichen Ansichten und wären im wahren Leben "Ziemlich Beste Freunde". Genau wie ich hat Anna-Lena ihre Erfahrungen im Leben und der Liebe gemacht. Im Gegensatz zu mir, ist sie das erste mal richtig Single mit 28 Jahren und wird ins eiskalte Wasser geschubst, mit 28 Jahren das erste Mal auf dem Singleplaneten zu landen sorgt für ziemlich viel Chaos in ihrem Leben. Ich hatte da Glück, mit 18 Jahren zum ersten Mal auf diesem Planeten und zwischendurch immer wieder einen Besuch für Monate oder Jahre, fällt es einem wesentlich leichter sich zurechtzufinden, mit 28 Jahren war ich Anna-Lena Lichtjahre voraus und bekam keinen Crashkurs.
Vervollständigen Sie bitte den Satz: „Liebe ist…“
Eine chemische Reaktion, die nicht künstlich herbeigeführt werden kann!


Haben Sie ein den „ultimativen Tipp“ für eine Partnerschaft?
Ich bin Single, lach, und verfüge in diesem Bereich über wesentlich mehr Erfahrungen. Ich denke aber, was ich aus meinen letzten Partnerschaften gelernt habe, dass ich mich da immer wieder selbst verloren habe, welches mich unbewusst unglücklich gemacht hat. Dadurch habe ich meinen Partner zu meinem Lebensmittelpunkt erklärt und das hat die Beziehung auf Dauer belastet. Ich denke es ist wichtig für eine Partnerschaft, dass beide auch alleine glücklich sein können, dass sorgt für weniger Probleme.
Glauben Sie, dass die digitale Welt unsere Beziehungen mit der Zeit systematisch „ausrottet“?
Ich würde nicht sagen ausrotten, aber es macht die Sache komplizierter. Denn wenn die Liebe digitalisiert wird, geht viel vom Zwischenmenschlichen verloren. Ich hatte Anfang des Jahres eine Sms-Beziehung, unsere Handys hatten mehr miteinander Kontakt als wir persönlich. Und ich habe immer noch kein Whats-App, dann würde ich wahrscheinlich anfangen ein Problem stundenlang darüber zu klären, anstatt einfach zu telefonieren... denn Geschriebenes kann total fehlinterpretiert werden, als gesprochene Worte. Manche Beziehungen sind auch schon wegen einem „grünen Lämpchen“ gescheitert! Letztendlich können all dies Instrumente dazu führen, einen verrückt zu machen und die Leichtigkeit bleibt auf der Strecke. Kontrollzwang und Big Brother is watching you!
Was ist Ihre Ansicht zu dem Thema „Beziehungsunfähigkeit unserer Gesellschaft“?
In den letzten Jahren hat sich viel verschoben, meine Eltern gehören noch zu der Generation, die mit Anfang 20ig geheiratet, ein Haus gekauft und Kinder bekommen haben. Die Familienplanung stand im Mittelpunkt und wurde noch von der Generation davor übernommen. Da war der Bildungsweg kürzer, nur wenige, gerade Frauen haben studiert, welches mit der Zeit immer mehr wurde. Die Mittlere Reife reichte völlig aus und nach der Ausbildung fing man an zu arbeiten. Weithin unbestritten ist, dass die Studentenbewegung bzw. die breiter definierte 68er-Bewegung verschiedenste gesellschaftliche Veränderungen nach sich zog. Heute leben wir in einer Erfolgsgesellschaft, Männer wie auch gerade Frauen streben mehr nach beruflichen Zielen und wollen ihre Unabhängigkeit behalten. Früher waren es mehr Langzeit Partnerschaften, in unserer jetzigen schnelllebigen Zeit, sind es eher Fast-Food-Beziehungen, sie machen einen für den Moment glücklich, aber nach kurzer Zeit hat man wieder Hunger.



Für die Rentensicherung braucht unser Land Nachwuchs. Wie könnte man ein Umdenken in den Köpfen der Menschen erreichen, um aus einem „allein fährt man besser“ in ein „Gemeinsam-Denken“ umzugestalten?
Die wenigsten Singles denken „allein fährt man besser“ sondern würden gerne eine Partnerschaft eingehen. Wirklich eingefleischte Junggesellen sind in der Minderheit. Bekanntlich gibt es ja zwei Jahreshürden zu überwinden, nämlich 2 und 4 Jahre. Viele Partnerschaften gehen nach 1 ½ – 2 Jahren kaputt, wenn man es nicht schafft in dieser Zeit die Verbindung auf eine höhere Ebene zu stellen, führt das oft zum Aus. Ich habe bisher nicht einmal die erste Hürde geschafft. In dieser Phase gibt es wohl eher weniger Nachwuchs. Kinder sind eine große Bereicherung für ein gemeinsames Leben, aber dennoch mit einer enormen Belastung für eine Beziehung verbunden. Wie meine Omi immer zu sagen pflegte, „Früher hat man noch Sachen repariert, heute tauscht man sie einfach aus!“ und das nicht nur mit materiellen Dingen, sondern auch bei zwischenmenschlichen Beziehungen ist das der Fall. Ich glaube nicht, dass das Problem zwischen dem Denken von „allein“ und „gemeinsam“ besteht, sondern viel mehr an der Haltbarkeit scheitert.
Herzlichen Dank, für dieses Interview und viel Erfolg auch weiterhin für Ihre Zukunft.
Danke für die tollen Fragen und das wünsche ich Ihnen auch ;)

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