Zahnarztangst

(>>Kolumne enthält Werbung.<<)
Liebe Leser, liebe Leserinnen-

das Jahr neigt sich dem Ende zu. Die Feiertage nähern sich.

Waren Sie beim Zahnarzt zur Kontrolluntersuchung? Da gibt es auch einen Stempel in ihr Bonusheft.
Nein? Dann wird es Zeit.
Sie wollen nicht?
Wenn wir alle ganz leise sind, können wir die Antwort hören, also pssst!

"Ich trau mich nicht. Ich habe Angst!"

Was jetzt von mir etwas witzig niedergeschrieben wurde, ist für ganz viele Menschen ein ernsthaftes Problem. Sie haben Panik, wenn das Wort 'Zahnarzt' nur fällt. Eine gute Freundin von mir (liebe Grüße an dieser Stelle), ist Zahnärztin. Sie ist ein liebenswerter Mensch und ein zauberhaftes Wesen aber ihr Beruf gibt mir ein Gefühl der Nervosität.
Ich kann es absolut nachvollziehen. Bei meinen Recherchen bin ich auf einen Phobietest gestoßen. Die schönste Frage im Bogen lautete: "Stellen Sie sich vor, Sie hören das typische Geräusch des Bohrers, wie fühlen Sie sich?" 
Zur Auswahl stehen die gestaffelten Antworten 'entspannt' bis 'krank vor Angst'. http://www.zahnarztangst.de/Phobieselbsttest

Der Moment, in dem er die Bohrerdrehzahl einstellt und sagt: "Bitte den Mund weit öffnen!", ist grässlich. Und wenn der Bohrer aufsetzt mit diesem Druck und der Geruch. Mir dreht sich schon der Magen. 
Manchmal passiert es Zahnärzten, dass ihnen in den Latexhandschuh gebissen wird, Patienten in Ohnmacht fallen oder der Behandlungsraum anschließend gewischt werden muss.
Zum Zahnarzt zu gehen, bedeutet, keinen Ponyhof zu besuchen. Für den Arzt ist es aber auch nicht sonderlich lustig.

Die Oma von einem Bekannten ist während der Behandlung in Schockschmerz verfallen und musste ins Krankenhaus gefahren werden. Sachen gibt es. Eins ist Fakt: Wir müssen da alle durch. Das Beste ist, wir pflegen unsere kleinen und großen Beißerchen, damit der Arzt mit dem bösen Bohrer nichts zu tun bekommt.
Und alle anderen: Beißen Sie sich durch!

Herzlichst, Ihre Pia Kalm

Und plötzlich war mein Herz ganz leicht

Was ist Ihrer Meinung nach einer der schönsten Liebesbeweise, die es in unserer Moderne geben kann?

Ich verrate es Ihnen: sein Community- Profil zu löschen.

Einer meiner besten Freunde hat es gemacht, für seine Freundin. Sie ist für ihn das Größte. Was kümmert ihn dann der Rest? Seine Worte waren nicht nur leeres Geschwätz. Nachdem beide zwei Jahre mittlerweile ein Paar waren, hat er ihr einen Antrag gemacht. Und natürlich wollen Sie wissen, wie es ausgegangen ist? Sie sind seit drei Jahren verheiratet und bereuen nichts! Ach, schön! So muss das laufen!!!

Ohne Hintertür und ohne potenziellen Webflirtpartnern sich die Langeweile zu vertreiben. Wieviel Zeit dafür ins Land gehen kann? Ist doch irgendwo Schade drum, oder? Hätte unsereins auch anders nutzen können! Vor allem, wenn nichts bei herauskommt und der Eindruck entsteht, dass alle in dieser Flirtcommunity sich schon einmal gedatet haben. Der Kreislauf beginnt von vorn- auf zur neuen Runde, yejah! 
Das war jetzt zynisch. Böse Frau Kalm!

Aber mal im Ernst jetzt. Vorbei die Zeiten, in denen Sie andere Profile durchforstet haben, Gästebucheinträge hinterließen und Bilder fremder Menschen bewerteten. All das hat mit zwei Mausklicks ein Ende.

Profil löschen? Ja oder Nein?
Ja. >>Klick. <<
Sind Sie sicher?
Ja. >>Klick. <<
Ihr Profil wurde erfolgreich gelöscht!

Und nun ist er weg, der Druck ständig online gehen zu müssen. Es könnte ja eine Nachricht eingegangen sein? Butter bei die Fische! Herzdamen und Herzmänner sind rar gesät. Meistens taugen solche Foren nicht für die große Liebe (etwas von Bestand).

Selbst, wenn Ihnen jemand wortwörtlich ins Netz gegangen ist. Häufig ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Finger wieder anfangen mit kribbeln und die Weitersuche nach etwas „Besseren“ weitergeht. Laut Statistik kommt mittlerweile jede dritte „Beziehung“ (soweit solche diesen Namen überhaupt verdienen), über das Internet zustande. Steht nurnoch die Frage im Raum: Warum gibt es keine aussagekräftige Statistik darüber, wie schnell sich die Leute wieder trennten oder wieviel Menschen durch das Internet wieder getrennte Wege gegangen sind? Meistens bleibt nicht viel übrig, wenn Mann und Frau miteinander fertig sind.

Irgendjemand wird Mann und Frau jederzeit finden, der oder die sich damit zufriedengibt, jemanden zufriedenzustellen. War das schon alles?
Wollen Sie der „irgendjemand“ sein? Irgendeine oder irgendjemand klingt nicht gerade nach einer Person, in der wir so viel Potenzial erkennen und die wir als exklusiv empfinden. Eines Tages wird mit Ihnen Schluss gemacht, zwischen Pommes und Burger. Sie hatten im wahrsten Sinne des Wortes eine Fast Food Beziehung. 
Und da ich einmal bei Wortspielen bin:

„Irgendwie findet sich irgendwo irgendwann irgendwer.“ 

Wenn das nicht nach der ganz ganz großen Liebe klingt? Das war jetzt Sarkasmus. Nicht, dass wir uns falsch verstehen.
Das Internet ist eine Möglichkeit, seine Liebeschancen zu erhöhen. Dass, allerdings die meisten Liebeleien (außer das wöchentliche „Stelldichein“) digital zelebriert werden, beweist doch nur, wie beziehungsunfähig die Leute mitunter geworden sind. Motto: „Nähe ja aber nur unter kalkulierbarer Kontrolle. Ansonsten liebe ich meine Freiheit.“

Ich gehöre da nicht hin. Und Sie hoffentlich auch nicht?


Herzlichst, Ihre Pia Kalm

Eat More Bacon

  • Mein neustes Label "Interviews" widme ich Internetseiten, die ich selbst gern lese. http://www.eatmorebacon.de ist ein wunderbarer Blog, mit vielen Köstlichkeiten, die zum Nachkochen einladen. Enjoy it!

  • Ihre Fotos sehen sehr professionell aus. Unter welchen Umständen entstehen diese? Erst einmal danke für das Kompliment. Aber im Grunde passiert nichts Besonderes. Manchmal mache ich Fotos mit dem IPhone, weil es praktischer ist (unterwegs oder wenn ich zu faul bin die Kamera zu holen). Ansonsten benutze ich die EOS 450D mit dem Standardobjektiv. Vom Licht her: Meine Abzugshaube hat eine ganz gute Lampe.
    Kommt die Veröffentlichung eines "EAT MORE BACON"- Kochbuchs irgendwann einmal für Sie in Betracht? Das wäre natürlich schön, wenn es mal die Möglichkeit gäbe. Falls jemand mir die Möglichkeit geben würde, dann würde ich die natürlich sofort ergreifen!
    Kommen Sie aus einer Großfamilie? Direkt nicht. Ich habe nur eine Schwester. Dafür habe ich aber ganz viele Tanken & Onkel und an die 20 Cousins und Cousinen. Immer wenn wir mal zusammenkommen ist es super chaotisch, aber dafür umso lustiger! Und es gibt immer ein Festmahl!
    Was unternehmen Sie gern privat, wenn Sie nicht gerade in der Küche stehen? Ich gehe am Liebsten abends in unsere Stammbar. Dort gibt es die besten Salate ever und leckere Cocktails. Ansonsten bin ich momentan dabei fleißig Kurztrips und Urlaube zu planen. Ein Freund hat sich ein Motto gemacht: Mindestens alle 8 Wochen wegfahren. Und daran will ich mir ein Beispiel nehmen! Auch wenn man z.B. nur kurze Städtetrips macht! 
    Woher kommen Ihre Rezeptideen? Das ist immer unterschiedlich. In Kochbüchern schaue ich z.B. eher selten nach. Ich bin mehr der Online-Typ. Foodblogs sind mir immer willkommen! Und sonst geht alles nach Gefühl – wenn ich einkaufen gehe, packe ich immer mal was ein, was ich noch nicht kenne und dann wird damit ausprobiert. Manchmal kommt auch etwas zu Stande, was überhaupt nicht schmeckt.
    Wo sehen Sie sich selbst in 10 Jahren, irgendwelche Zukunftspläne? Ich lebe im Moment. Ich weiß noch nicht genau, was aus mir so wird. Mehr als 2 Jahre im Voraus habe ich noch nicht gedacht.

    Vielen Herzlichen Dank, für dieses kulinarische Interview!

Urlaub für zu Hause?

Am liebsten wären wir da, wo dieses Ekelwetter nicht ist. Da wo kulinarische Kochkünste, Wellness und Flair uns verwöhnen. Wir wollen, dass es unserem Leib und unserer Seele gut geht. Die Ausgaben dieses Jahr lassen nur das Träumen von Urlaub zu?

Macht nichts! Der Vorteil ist, Sie ersparen sich den Anreisestress und die ‚Pseudoharmonie‘ mit Ihrem Partner.  Holen Sie sich einfach Ihren Urlaub in Ihre vier Wände! Und das geht folgendermaßen: Der Kühlschrank ist gefüllt. Fertig. Das ist mein ernst.

Sie wollen Baden wie Kleopatra?

Gießen Sie zu Ihrer vollen Badewanne zwei Liter Ziegenmilch (erhältlich im Bioladen). Eine Alternative wäre: Einen Liter Kuhmilch (Fettgehalt 3,5%) und eine Tasse guten Honig beigeben. Ihre Haut wird zart und geschmeidig sein.

Sie wollen gut Essen?

Starten Sie in den Tag mit einem Frühstück, wie Sie es am liebsten mögen. Zu anderen Mahlzeiten, erwärmen Sie Ihre bereits vorgekochtem, portionierten Köstlichkeiten einfach nochmal im Topf oder im Ofen. Benutzen Sie Geschirr, welches nur bei besonderen Festlichkeiten verwendet wird. Wünschen Sie sich selbst einen guten Appetit und essen Sie mit Genuss. Wer behauptet, dass Pellkartoffeln mit Quark und Öl nicht genauso gut schmecken können, wie Lachs auf Trüffelnudeln. Luxus ist eben Einstellungssache. Trinken Sie etwas, was den Magen wärmt.

Sie wollen entspannt sein?

Machen Sie eine Mittagsruhe. Schlummern Sie in Kuschelsocken und seien Sie einfach nicht erreichbar. Oder schauen Sie Kitschfilme und essen dazu Eis, soviel Sie wollen. Lackieren Sie sich die Fußnägel im Wohnzimmer, daran wird sich niemand stören. Oft sind es die „Scheinprobleme“, die uns den innerlichen Akku leer ziehen. Laut Wissenschaft ist es zwar der Lebenserhaltung förderlich, ein großes soziales Umfeld zu haben aber ich lege Widerspruch ein. Auf das soziale Umfeld MUSS auch Verlass sein. Der Kreis wird automatisch enger, weil die meisten „Freunde“ einfach nur Schönwetterfreunde sind. Egal ob fest zusammen oder nicht: Einen nur leiden zu können, wenn man stets lächelt, als hätte unser eins ein Lineal quer stehen, ist schwachsinnig und verlogen. Der eigene Freund ruft an, weil es ihm mal wieder nach Ihnen ist? Zu gütig! Freunde wollen sich in Ihrer Wohnung als 'Partyüberbrückung' parken? Sie sind nicht da. Reagieren Sie nicht auf SMS und anderes mediales Geplärre. 
Ich formuliere es mal ganz unverblümt: Scheißen Sie drauf! Sie brauchen Ruhe. Setzen Sie einfach auf höfliche Art Grenzen, ohne sich sonderlich dafür zu erklären.

Machen Sie worauf Sie Lust haben (ausschlafen am Wochenende) oder wozu Sie nicht kommen (Friseur, Kosmetik, was auch immer).


Viel Spaß beim Umsetzen, Pia Kalm.

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