Geister vertreiben

Liebe Leser, liebe Leserinnen, war das ein abgefahrenes Jahr!

Es ist schwer nachvollziehbar, wie einigen Leuten ‚total langweilig‘ sein kann? Seine Zeit kann man doch immer zu etwas nutzen! Selbst wenn ich nichts tue, mache ich trotzdem was- ein Nickerchen.

Wie gut, dass letztes Silvester so viel geböllert wurde. Nach der Überlieferung soll das im kommenden Jahr böse Geister verjagen. Wer hätte gedacht, dass es dieses Jahr funktioniert?

Das Jahr 2013 war für mich eine echte Wundertüte. Ich wusste nie, was drin ist. Trotzdem gab es oft viele Glücksmomente zwischen all der Last, die man so manches mal auf seinen Schultern trug. Vielleicht macht es mehr Sinn, in jedem Problem, welches das Leben uns vor die Füße wirft, eine Chance zu sehen? Ich sehe es mittlerweile schon fast sportlich.

Wir werden wendiger in der Art, wie wir eine Lösung darauf finden. Wir werden geschickter, in der Art, wie wir die Lösung anwenden. Und wir werden flexibler, weil wir in der Lage sind, nicht nur zu reagieren, sondern gezielt selbst das Steuer in die Hand zu nehmen.

Der Kapitän auf dem eigenen Schiff sein, auch auf die Gefahr hin, an einem Eisberg vorbei zu schrammen.
Wenn neue Einsichten auf alte Denkmuster prallen, entsteht etwas Neues. Vielleicht ist es an der Zeit loszulassen?
Wie Sie es nicht anders von mir gewohnt sind, das allbekannte Gute an der Sache.
Ob nun dieses oder die kommenden Jahre: Es wird immer jemanden geben, der versucht, Ihnen ans Bein zu pinkeln- Sie klein zu halten. Die Frage ist, ob Sie bereit sind dies zu dulden? Im Tierreich wird auf diese Weise das Territorium markiert.
Entweder pinkeln Sie zurück oder Sie tragen Gummistiefel!

Also wäre es an der Zeit, aus dieser Scheiß „Opferhaltung“ heraus zu kommen und endlich sein Leben selbst in die Hand zu nehmen? Es ist zwar bequemer das Gegenteil zu tun und man trägt weniger Verantwortung. Diese Art des Lebens macht einen aber auch nicht lebensfähig. Irgendwann ist die Kacke am dampfen. Nur Sie selbst können die Klospülung ziehen! 
(Sinnbildlich gesprochen)

Erfolg hängt immer davon ab, wieviel richtige Entscheidungen wir treffen und ob wir in der Lage sind, die Aufgaben des Lebens zu meistern.

Also wollen wir dem Motto aller Mottos weiterhin frönen: „Was uns nicht umhaut, das macht uns stärker!“

Ein gesundes und erfolgreiches 2014 wünscht Ihnen herzlichst, Ihre Pia Kalm.




Der Herr der Wörter

Heute geht es in die vierte Runde meiner Blogvorstellung. Wie aus Rechtschreibung und Grammatik eine unterhaltsame Horizonterweiterung werden kann, sehen Sie im folgenden Interview.


Herr Pabst, Sie sind der Mann hinter der Seite www.sprachlupe.wordpress.com. Seit wann gibt es Ihren Blog, und was ist die Idee dahinter?


Mein Blog ist im März 2012 entstanden. Zwei Leitideen stehen für mich im Vordergrund: Zum einen möchte ich interessierten Menschen sprachwissenschaftliche Themen auf einfache Art und Weise näher bringen und Antworten auf ihre Fragen anbieten. Damit das Lesen auch Spaß macht, schreibe ich meine Texte unkompliziert und humorvoll. Mein Ziel dabei ist, einen entspannteren Umgang mit sprachlichen Veränderungen zu vermitteln, die eine lebende Sprache nun einmal mit sich bringt. Zum anderen bringt der Blog auch mir den positiven Nebeneffekt, dass ich durch die Recherche selbst ständig Neues dazu lerne und meiner Freude am Schreiben nachkommen kann.



Sie sind gebürtiger Münsteraner aber leben in Hamburg. Was hat Sie dahin verschlagen?

Die Arbeit in meinem ersten Beruf als Ergotherapeut war ausschlaggebend. Noch bevor ich die Ausbildung in Münster abgeschlossen hatte, machte ich mich auf die Suche nach einem Job. Gern wäre ich damals in meiner Heimatstadt geblieben, doch nachdem ich alle Praxen in Münster mit dem Rad erfolglos abgeklappert hatte, blieb mir nichts anderes übrig, als den Suchradius zu erweitern. Mein erstes Bewerbungsgespräch fand in Hamburg statt und einen Tag später hatte ich die Zusage. Da habe ich dann nicht lange gefackelt. Nach langer Eingewöhnungsphase bin ich heute sehr glücklich in Hamburg.

Vom Bloggen können nur wenige leben. Was sind Sie hauptberuflich?

Wie gesagt, eigentlich Ergotherapeut. Seit 2009 bin ich jedoch nicht mehr als solcher tätig und studiere seitdem (wovon man natürlich auch nicht leben kann). Mein Masterstudium "Mehrsprachigkeit und Bildung" habe ich im Wintersemester 2013/14 begonnen, ein Studium, dass sich u. a. mit Ansätzen beschäftigt, wie Menschen mit Migrationshintergrund unser Bildungssystem erfolgreicher meistern können. Über Wasser halte ich mich mit einem Nebenjob in einem Unternehmen. Auch dort verfasse ich hauptsächlich Blogartikel – ein gutes Schreibtraining für mich.


Von wem sind die mitunter selbstgemalten Bilder in Ihren Artikeln?

Diese künstlerisch überaus anspruchsvollen Werke – Achtung, Ironie – zeichne ich selbst. Blogartikel sehen, wie ich finde, mit Bildern einfach hübscher aus. Da man im Netz immer tierisch aufpassen muss, welche Bilder man verwenden darf und welche nicht, bin ich auf die Idee gekommen, einfach selbst zu zeichnen. Wenn also jemand diese Bilder woanders im Internet findet, wurden sie definitiv bei mir geklaut.

Bitte vervollständigen Sie den Satz: „Bücher sind für mich…“

…immer noch das beste Lese-Medium, das durch keinen Rechner und kein Tablet ersetzt werden kann. Schon mal versucht, ein Eselsohr ins Kindle zu knicken? Nein, ernsthaft – Bücher sind einfach schöner und haben Charakter.


Die Leselandschaft ist übersät von aufstrebenden Autorenwerken. Wie ist Ihre Meinung zum Verlagswesen im allgemeinen im Kontext zum Selbstpublishing?

Ich habe ehrlich gesagt zu wenig Hintergrundwissen, als mir darüber eine Meinung bilden zu können. Ich vermute, es gibt gute und weniger gute Verlage. Schwierig ist es nur, überhaupt an einen heran zu kommen. Wenn man keine Beziehungen zu Verlagsmenschen hat, aber seine geniale Idee trotzdem nicht vor der Öffentlichkeit verstecken möchte, warum dann nicht selbst publizieren? Ist man damit erfolgreich, scheint man damit ja auch Geld verdienen zu können. Hab ich zumindest mal gehört…

Wo sehen Sie sich selbst in 10 Jahren? Haben Sie konkrete Zukunftspläne?

Ich habe immer mal wieder Pläne und auch immer mal wieder neue. Der Weg ist das Ziel. Ob dieser mich in den sozialen oder pädagogischen Bereich zurückführt oder ich doch noch Bestseller-Autor werde, steht in den Sternen. Mehr Geld als jetzt wäre schon toll.


Was ist Ihrer Meinung nach der jeweils schönste Ort, den ein Besucher jeweils in Münster und in Hamburg gesehen haben sollte?

Beide Städte sind in jedem Fall eine Reise wert. In Münster liebe ich den Prinzipalmarkt. Um dort meinen Lieblingsblick zu erhaschen, stelle ich mich gern an die Stelle, wo Ludgeristraße und Rothenburg aufeinander treffen und schaue auf die Lambertikirche. Das ist am schönsten, wenn es draußen dunkel ist, und am allerschönsten in der Adventszeit. Dann sind in den Häusern überall kleine Lichterchen und der Ort strahlt eine unheimliche Wärme aus.
Touristische Plätze in Hamburg meide ich gern und kann ich auch nicht empfehlen. Zumindest nicht, wenn es gemütlich werden soll. Meine Lieblingsstraße ist die Ottenser Hauptstraße in Altona, eine Einkaufsstraße, von der viele schöne kleine Gassen abgehen. Es gibt dort hübsche Cafés, entspannte Kneipen und schöne Häuser.



Möchten Sie den Lesern vor dem Bildschirm ein besonderes Lebensmotto oder Botschaft mitgeben?

Puh, da gäbe es 1000 Sachen, die man jetzt sagen könnte. Ich persönlich glaube nach wie vor an Saint-Éxuperys Worte aus "Der kleine Prinz": "Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." Sprich: Öfter mal aufs Gefühl hören, als lange nachzudenken. Versuche ich auch immer wieder – mal besser, mal schlechter.


Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg für zukünftige Projekte.

Ich danke für Ihr Interesse an meinem Blog und der Person dahinter. Ihre Blog-Idee finde ich sehr gelungen und wünsche ich Ihnen viele Leserinnen und Leser.


Sind Mädchen die besseren Jungs?


Liebe männlichen Leser, bevor Sie sich unnötig angegriffen fühlen, könnten wir den Titel der Kolumne auch umdrehen.

Sind Jungs etwa die besseren Mädchen?

Ich liebe es, Frau zu sein! Dieses Jahr waren die Rollen jedoch vertauscht. Es verlief wie eine verkehrte Welt. Mir sind besonders hartnäckige Exemplare der Sorte „Metro- Mann“ begegnet.

Je länger ein hetero Kerl Zeit im Bad verbringt, mehr über Kalorien nachdenkt, mehr Pflegeprodukte besitzt, mehr Kosmetik-/Friseur-/ Massagetermine vereinbart und übermäßig auf Glamour, Style und Labels achtet, als eine Frau, desto nervöser sollten wir werden.

Ich will ja nicht jeden Kerl in den Topf schmeißen. Es gibt auch noch viele Ausnahmen. Für Frauen ist es allerdings äußerst irritierend, wenn hetero Männer mehr Beautyprodukte und Parfümproben im Kühlschrank lagern, als Nahrungsmittel.

Ich kam nicht umhin mich zu fragen:
Was macht eine Frau überhaupt noch aus?
Und, wann ist ein Mann ein Mann?
Mir ist klar, dass die biologischen Geschlechtsmerkmale der Hauptunterschied sind. Und dann?
Einen großen Vorteil hat dieser Rollentausch: Eine Frau kann sich endlich besser in das andere Geschlecht hineinversetzen!
Bisher fehlte mir das letzte Puzzleteil an Verständnis, wenn ein Kerl seine Augen verdrehte, wenn seine Freundin ihn zu einem ‚Lass- uns- darüber- reden- Diskussion‘ auffordern wollte. Bisher war das für mich in Ordnung. Frauen definieren sich über die Kommunikation. Richtig witzig wird es, wenn der Spieß umgedreht wird und Frau sich einer sinnfreien, stundenlangen „Generalabrechnung“ unterziehen muss.

Vielleicht braucht es nur etwas Gewöhnung, wenn Frauen eine bessere Figur beim Fleisch marinieren machen, während Kerl Putenbrustaufschnitt (die Light- Version) im Kühlschrank liegen hat. Während sie den Rasen mäht und Holz für den Kamin hakt, liegt er im Liegestuhl und genießt die Sonne. Eine überspitzte Version aber fernliegt sie dennoch nicht!

Als Frau fühlst du dich entweder ungepflegt oder wie ein Mann, wenn die Augenbrauen deines Freundes besser gezupft sind, als die eigenen.

Wie zickig wir Frauen sein können, begreifen wir erst dann, wenn ein aalglatter Typ vor uns steht, an dem jedes gut gemeinte Wort abperlt, wie beim Lotuseffekt. Es ist, als würden wir eine Reflexion von uns selbst sehen.
Eine Definition von Mann und Frau muss jeder für sich selbst finden. Vielleicht sind es auch die Medien, die jeden in Dauerbeschallung einreden wollen: „Das musst du darstellen und haben, damit du eine coole Sau bist! Muhahahahaha!“
Sich von der Meinung anderer frei zu machen, bedeutet möglicherweise, mehr Freiheit zu genießen. Ist es nicht besser gleich zu wissen, woran wir bei jemanden sind, als erst nach langer Zeit der Wahrheit ins Gesicht zu blicken?
Frauen wollen Männer verändern und Männer wollen nicht, dass sich Frauen verändern. Warum sollten wir uns auf eine so umständliche Art aufreiben?
Am meisten verändern wir uns genau zu dem Zeitpunkt, an dem wir am wenigsten dazu gezwungen werden!

Herzlichst, Ihre Pia Kalm, die jetzt ihr Fleisch marinieren geht. Stichwort: Wintergrillen.


Ho! Ho! Ho!

Liebe Besucher von Pia Kalm' s Kolumnen, 
ich wünsche Ihnen stressfreie Feiertage. Lassen Sie es sich schmecken. Frohe Weihnachten! :)

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