Liebe Leserinnen, liebe Leser,
schön, dass Sie da sind. Wären Sie es nicht, würden meine Worte Sie nicht erreichen.
Zuerst: Meinen Glückwunsch, Sie, ich- wir haben alle mal wieder die Weihnachtsfeiertage überstanden und auch die Silvesterparty.
Pünktlich zu Silvester bekomme ich meine "Jahreswende- Migräne", gepaart mit sehr schlechter Laune. In dem Moment, wo alle Leute mit Senktglas in der Hand begeistert den 10- Sekunden- Countdown zum Jahreswechsel herunter zählen, könnte ich kotzen gehen!
Da hat man das letzte Jahr mal wieder gewuppt und alle Schwieigkeiten zum Trotz wieder hingebogen und dann, jahahahahaaaaa fängt die ganze Scheiße wieder von Vorne an.
Verzeihen Sie meine unterirdische Wortwahl.
Aber betrachten wir es mal anders:
Am Leben zu sein, bedeutet, sich mit dem Leben herumzuplagen, und das ist sehr, sehr schön. Wir fördern unsere Wendigkeit, unser Denken und unsere Fähigkeiten. Wir genießen auch dieses Jahr viel Zeit mit den Menschen, die wir lieben.
Also, machen wir das Beste daraus- aus dem Jahr 2019.
Das letzte Jahr mit der Endung -zehn.
Bleiben Sie gesund und geben gut acht auf sich und Ihre Umwelt!
Herzlichst, Ihre Pia Kalm mit einer alljährlichen Silvester- Neurose :)))
Anleitung zum Faullenzen
Ach, Urlaubszeit ist wahrlich eine feine Sache.
Vorausgesetzt, man hat selbst auch Zeit, sich aus dem Alltag für ein, zwei
Wochen auszuklinken. Ich selbst bin eine Arbeitsbiene im Dauereinsatz.
Mittlerweile habe ich eingesehen, (seit dem ich stark auf die Zahl 30 zugehe-
aber verraten Sie es nicht weiter!), dass der Körper neue Kraft schöpfen muss,
in einer arbeitsfreien Phase- dem Urlaub.
Schwer zu ertragen, einfach nichts zu tun! Man fühlt sich
nicht gebraucht, gar nutzlos. Was soll man plötzlich mit der vielen Freizeit
anfangen, die man vorher nicht hatte?
Mit diesem Grundgedanken im Hinterkopf, habe ich mit mal
wieder eine kleine Liste angefertigt. Viele Menschen kennen solche
handgeschriebenen Zettel als „To- do- liste“. Meine trägt einen anderen Namen,
erfüllt aber die gleiche Anforderungen- sie heißt: „Dinge, die ich erledigen
will, wenn ich frei hab“. Habe beim Aufräumen meines Schreibtisches (Punkt 3
auf der Liste) zwei veraltete Listen aus den Jahren 2011 und 2013 gefunden.
Prima, dachte ich mir- da standen noch weitere mögliche Aufgaben drauf, die ich
bereits vergessen hatte.
Obwohl ich für mein Leben gerne Listen abstreiche, und im
Nachhinein noch Punkte nachfüge, die bereits getan sind, nur um sie
abzustreichen und mich besser zu fühlen, wenn es mal heißt: „Ach nö, ich war
fleißig genug, jetzt gibt’s Erdbeereis und ein „Michl aus Lönneberga“ Film.“
Aus einem Film wird die ganze DVD Staffel. Und schon ist der Tag wieder rum.
Entdecke das Fernsehen für mich. Die Kiste macht die
Unterhaltung, und ich muss einfach nur auf meinem Lieblingssofaplatz liegen und
gucken. Stöbere die Fernsehzeitung durch, entdecke, dass sie alte Folgen von
Gerichtsserien bringen. Mein Herz macht Freudensprünge bei einer Folge von
Babara Salesch. Das war damals eine tolle Zeit, in der das im TV lief. Ich
schwelge in Erinnerung und bekomme langsam wieder Hunger. Koche mir eine
gigantische Gemüsepfanne mit Grillkäse drin und Knoblauchbrot. Verputze alles
in Seeliger Ruhe, denn schließlich hat man ja jetzt mehr Zeit als vorher.
Einkaufen hat auch was mit Urlaub zu tun. Für die einen ein
schönes Souvenir und bei den „Balkonien- Leuten“ ein Ausflug ins Kaufland.
Einmal dort falsch abgebogen und der Markt hat dich verschlungen und spuckt
dich so schnell nicht wieder aus. Nein, will keinem hier Angst machen. Ist nur
ein sehr großer Markt, der mehr Einkaufszeit mit sich bringt. Habe auch
Gartenfachmärkten einen Besuch abgestattet. Ins Grüne zu schauen hat einen
meditativen Effekt. Vier neue Pflanzen haben nun ein neues Zuhause. Verdammt,
bin im Urlaub zum „Konsumopfer“ geworden. Vorher war ich zu müde, um Geld
auszugeben.
Waren Sie schon mal in einer Bibliothek? Nein? Dann nichts
wie los! Sie unterstützen ein Kulturangebot Ihrer Stadt/ Gemeinde, erhalten
damit Vielfalt und Arbeitsplätze. In einer Bibliothek trifft man Menschen aller
Altersklassen. Sie können sich ungeheuer viel Wissen selbst „anlesen“, ohne
dabei viel Geld auszugeben. So eine Karte kostet um die zwanzig Euro im Jahr.
In der Sommerzeit haben viele ihre Medien zurückgegeben. Nun haben Sie die
volle Auswahl an frisch aufgefüllten Regalen! Ist das nicht toll? Die
Bibliothek ist ein sich nicht aufdrängender Ort. Er hat etwas friedliches. Am
Ende weiß man nie, was für ein schönes Buch diesmal im Körbchen darauf wartet
gelesen zu werden.
Fassen wir also entspannt zusammen.
Urlaub…
… hat was mit Entschleunigung zu tun.
… soll den Körper entspannen und rehabilitieren.
… lässt uns auf andere Gedanken kommen.
… hat nicht mit Alltag zu tun.
… vermittelt neue Eindrücke und Erfahrungen.
… beschert uns bleibende Erinnerungen.
… verleitet manchmal, mehr Geld auszugeben.
… bringt mehr Gramm auf die Körperwaage.
… ist auch immer eine Horizonterweiterung.
Konnte meine Kolumne Ihnen weiterhelfen?
Wenn nicht, hoffe ich doch, Sie waren beim Lesen zumindest
entspannt- denn das hat auch was mit Kurzurlaub zu tun.
Falls es Sie interessiert: Von meinen 23 Punkten sind es am
Ende nur 7 geworden. Und, ich bin kein bisschen böse drum. Im Urlaub schafft
man eben nur einen Bruchteil von dem, was man sich vorgenommen hat, weil man zu
sehr damit beschäftigt ist, endlich mal abzuschalten. Die letzten wenigen Tage,
gehe ich noch ein wenig Seeluft schnuppern.
Urlaub…
… ist Sonne, Strand und Meer.
In diesem Sinne, fröhliches Chillen!
Herzlichst, Ihre Pia Kalm
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Kolumnen
Stein auf Stein
Wer träumt nicht von einem eigenen Haus?
Ein Zuhause, nach eigenen Vorstellungen, Träumen,
Bedürfnissen und Budget zugeschnitten. Beim Hausbau gibt es einiges zu
beachten!
Nicht umsonst trennen sich viele Paare, weil das Projekt Eigenheim
kräftig an der eigenen Substanz rüttelt. Der Kredit frisst einen auf, die Raten
können nicht getilgt werden, einer wird arbeitslos, auf dem Bau selbst wurden
Mängel festgestellt.
Alle diese Dinge können sich zu einem gigantischen Haufen
Scheiße zusammenbrauen und einem um die Ohren fliegen. Und, wofür? Geplatzt ist
der Traum von eigenen Häuschen, in dessen Vorgarten die Kinder im Sandkasten
spielen.
Einer meiner
unmittelbaren Nachbarn (schöne Grüße an dieser Stelle), baut derzeitig fleißig
ein sogenanntes >>schlüsselfertiges Haus<<. Es ist erstaunlich, wie
viel Fortschritt der Baugrund allein diese Woche gemacht hat! Mein Nachbar war
somit die Inspiration für diese Kolumne.
Ich habe Ihnen eine kleine Checkliste erstellt, in der die
wichtigsten Dinge erwähnt sind, die es zu beachten gilt beim Bau. Womöglich
hilft Sie Ihnen weiter? Eigene Stichpunkte können ihrerseits gern hinzugefügt
werden.
Beginnen wir mit der Basis: DAS GRUNDSTÜCK
⃝ Kauf eines geeigneten Grundstücks (Der Grundpreis)
Hinzu kommen weitere Kosten, diese wären:
⃝ Grunderwerbssteuer (etwa 3,5% vom Kaufpreis)
⃝ Notarkosten (Eintragung in das Grundbuchamt, etwa 2% vom
Kaufpreis)
⃝ Vermessung (am Anfang für Lageplan und am Ende für das Katasteramt)
⃝ Bodengutachten evtl. Bodenaustausch
⃝ Containerbestellung/Altlastenbeseitigung
⃝ Grundstück mit Straßen und Wegen erschließen (bei
abschüssigem Grundstück)
⃝ Erschließung des Grundstücks mit Wasser, Gas, Strom, Internet/Telefon
⃝ Entwässerungsleitungen bis an das öffentliche Netz
⃝ Baugrube ausheben/ Abfuhr von Aushubmaterial, das nicht
mehr gebraucht wird
⃝ …
⃝ …
Das Budget ist deutlich geschrumpft, es folgt: DAS GEBÄUDE
⃝ Gebühren für Baugenehmigung der Baubehörde (dafür wird der
Lageplan/ Vermessung gebraucht)
⃝ Architekt/ Ingenieur (Statik, Sonderwünsche, Energiewerte,
Baugenehmigung)
⃝ Wer übernimmt die Aufsicht + Ausführung? (Bauleitung/ Bauunternehmen)
⃝ Baustrom/- Wasser
⃝ Legen der Bodenplatte + Keller (nach Bedarf) + Rohbau
⃝ Innenausbau durch Handwerker unterschiedlicher Gewerke
⃝ …
⃝ …
Was für ein Kraftakt! Noch Budget und Nerven übrig?
AUßENGELÄNDE MODELLIEREN
⃝ Zaun setzen
⃝ Carport/Garage setzen
⃝ Terrasse/ Grillplatz
⃝ Wege um das Haus gestalten (Wegbefestigung- Wasserablauf
vom Haus weg beachten!)
⃝ Briefkasten aufhängen (Damit die Handwerkerrechnungen auch
ankommen.)
⃝ Beete/ Rasen/ Zierhölzer pflanzen
⃝ Mülltonnenhäuschen
⃝ …
⃝ …
Meine Angaben sind ohne Gewähr. Profis vom Bau würde an
dieser Stelle sicherlich noch einiges mehr einfallen. Fürs Erste ist unsereins
geschockt, wie viel es zu beachten gilt, bevor man überhaupt auf der Couch im
eigenen Wohnzimmer Platz nehmen darf.
So ein Haus hat viele Vorteile: Sie können einfach sein. Sie
können gestalten, wie Sie wollen. Sie haben mehr Platz zum Ausleben eigener
Fähigkeiten (Garten, Musikraum,…). Ein Haus erlebt mehrere Generationen-
vorausgesetzt, einer der Erben verscherbelt nicht das Ganze und setzt sich mit
dem Geld an einem Hippie- Strand ab. Ein Haus hat Geschichte und überdauert die
Zeit.
Natürlich gibt es auch eine Kehrtwende der Münze. Wenn Sie
oft verreisen, macht ein eigenes Haus keinen Sinn. Dieser „Kasten“ braucht
ständige Aufmerksamkeit, um Reparaturrückstau zu vermeiden. Neues wird auch
bald wieder alt, wenn man es nur abwohnt. Ein Nomadenleben ist genauso
unvorteilhaft bei einem Hausbesitzer. Ein feststehendes Haus ist verankert an
Ort und Stelle.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!
Herzlichst, Ihre Pia Kalm
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Kolumnen
Upcycling- Was tun mit alten Schubkarren Teil 1
Pünktlich zum kalendarischen Frühlingsanfang eine neue Idee (die im Grunde unter uns Hobbygärtnern schon ein alter Hut ist).
Sollten Sie auch eine alte, durchgerostete Schubkarre aus gefühlten "Napoleons- Zeiten" in Ihrem Garten stehen haben, so müssen Sie diese nicht verschrotten.
Bürsten Sie einfach mit einer Drahtbürste den Rost in der Karre weg, bohren mit einem Metallbohrer kleine Löcher in den Boden (als Wasserablauf), versiegeln Ihn mit Metalllack und machen eine etwa 3- 5 Zentimeter hohe Drainage aus Steinen, Schotter, Kiesel oder kaputten Tontopfbröseln hinein. Mit guter Gartenerde auffüllen und schon haben ein paar hübsche Blumen ein schönes, neues Zuhause.
Sollten Sie auch eine alte, durchgerostete Schubkarre aus gefühlten "Napoleons- Zeiten" in Ihrem Garten stehen haben, so müssen Sie diese nicht verschrotten.
Bürsten Sie einfach mit einer Drahtbürste den Rost in der Karre weg, bohren mit einem Metallbohrer kleine Löcher in den Boden (als Wasserablauf), versiegeln Ihn mit Metalllack und machen eine etwa 3- 5 Zentimeter hohe Drainage aus Steinen, Schotter, Kiesel oder kaputten Tontopfbröseln hinein. Mit guter Gartenerde auffüllen und schon haben ein paar hübsche Blumen ein schönes, neues Zuhause.
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DIY/Upcycling